Kesselanlagen sind geschlossene Gefäße oder Röhrensysteme, welche eingesetzt werden, um zu Heiz- und anderen Betriebszwecken Heißwasser mit einer Temperatur von weit über 100 °C oder Wasserdampf, der einen Druck hat, der den atmosphärischen übersteigt, zu gewinnen. Eine der wesentlichen Aufgaben von Kesselanlagen ist zwar die Beheizung, aber sie lassen sich auch auf anderen Gebieten nutzen.
Kesselanlagen sind in der Industrie und in Kraftwerken, in Form von Turmdampfkesseln mit einer Höhe von circa 150m sowie im Haushalt, als Dampfreiniger und Dampfbügeleisen anzutreffen. Die Dimensionen von Dampfkesseln sind also in ihrer Größe stark variabel. Wenn Kesselanlagen eingesetzt werden, um Dampf zu erzeugen, bezeichnet man sie als Dampferzeuger.
Befeuern kann man sie mit Hilfe von flüssigen oder festen Brennstoffen wie Erdgas, Erdöl, Kohle, Abfällen oder auch Biomasse. Darüber hinaus lassen sich auch Nuklearenergie, Sonnenkraft, Abwärme und eine elektrische Beheizung zur Befeuerung nutzen. Für den Fall, dass Festbrennstoffe verwendet werden sollten, unterscheidet man noch zwischen Staubfeuerung, Wirbelschichtfeuerung und Rostfeuerung.